Leckere Schokopfannkuchen. Ganz einfach, gesund und ohne Ei

Schokopfannkuchen mit Bananenscheiben und Kokosraspeln belegt

Diese Schokopfannkuchen zählen zu meinen absoluten Lieblingsrezepten. Sie sind nicht nur einfach zuzubereiten und schmecken gut, sondern sie sind auch noch relativ gesund. Jedesmal, wenn ich in den schokoladigen Teig beiße, frage ich mich, warum man gar nicht merkt, dass man es hier gerade mit Vollkornteig zu tun hat. Natürlich nehme ich auch etwas Zucker, wobei man bei meinen Schokopfannkuchen ganz ohne Nutella- oder Marmeladen-Belag auskommt. Würde ich den Zucker ganz weglassen oder durch Honig ersetzen, wäre es sogar ein Vollwertkost-Rezept. Aber die ein oder andere kleine Sünde gönnt man sich eben und da sind diese selbstgemachten Schokopfannkuchen aus meiner Sicht noch ganz im Rahmen. Die Schokopfannkuchen mache ich am liebsten, wenn ich mir mal etwas Süßes am Abend gönnen möchte, manchmal aber auch morgens zum Frühstück.

Meine Schokopfannkuchen – eine lange Geschichte

Dieses Schokopfannkuchenrezept ist eine eigene Kreation, die ich immer wieder abgewandelt und verbessert habe. Inzwischen ist die Abstimmung der Zutaten so ausgereift, dass ich einfach nichts mehr ändern möchte. Eigentlich kam mir die Idee für eine Schokoladenversion vom klassischen Pfannkuchen durch meinen Freund, der bei allem Schokolade bevorzugt: Müsli, Eis, Kekse, Kuchen.

Als ich das erste Mal Pfannkuchen gemacht habe, wollte ich das Ganze vegan probieren. Damals gab es in meinen Pfannkuchen ebenfalls kein Ei, dafür aber anstelle der Kuhmilch verschiedene Sorten von Getreidemilch, aber eben noch keinen Kakao. Ich brauchte so gut wie keinen Zucker in meinen Pfannkuchen, weil ich sie zusammen mit frischem Apfelmus servierte, das ich gerade eingekocht hatte. Der fehlende Eiergeschmack hat mich sofort überzeugt. Ohne Sojamilch wurde das Ganze allerdings manchmal eine etwas matschige Angelegenheit.

Jedenfalls kam dann irgendwann der Winter, es gab keine frischen Äpfel mehr und ich suchte nach einer Möglichkeit, leckere Pfannkuchen zu machen, die einfach so ohne alles schmecken – auch meinem Freund. Das naheliegendste war dann für mich, einfach eine Schokogeschmacksrichtung zu kreieren. Da es auch ohne Mus & Co schmecken sollte, nahm ich gerade so viel Zucker, dass es zwar süß, aber auch nicht übertrieben süß wird.

Die Rohmilch macht’s

Das Ergebnis war mit Sojamilch zufriedenstellend, mit den übrigen Getreidemilchsorten wurde der Teig allerdings zu flüssig. Da mein Freund aber auch kein Soja mag, musste ich nochmals auf die Suche gehen. Kuhmilch ist für jeden wahrscheinlich die naheliegendste Alternative. Eigentlich habe ich Kuhmilch nie zu Hause auf Vorrat und versuche sie weitgehend zu vermeiden. Bei diesen Schokopfannkuchen mache ich jedoch eine kleine Ausnahme, aber unter der Bedingung, regionale und (tatsächlich) frische Milch zu verwenden. Die Alternative zu herkömmlicher Supermarktmilch ist natürlich zunächst Biomilch, aber diese ist aus meiner Sicht immer noch zu sehr verarbeitet.

In meiner Stadt gibt es auf einem Bauernhof einen Milchautomaten, der jeden Tag mit frischer, unverarbeiteter Rohmilch, sogenannter Ab-Hof-Milch von eigenen Kühen befüllt wird. Zwar muss ich eine kleine Strecke zurücklegen, bis ich bei dem Hof angelangt bin, aber immer wenn ich vor dem Stall die Kühe sehe, wie sie an der frischen Luft im Heu liegen, weiß ich, dass sich der Weg gelohnt hat.

Das Tolle an dem Automaten ist auch, dass ich mir so viel abfüllen kann, wie ich möchte. Das heißt natürlich, dass ich mir nur so viel mitnehme, wie ich auch verbrauchen kann. Ab-Hof-Milch oder Rohmilch kippt nämlich relativ schnell, sie hält im Kühlschrank etwa ein bis zwei Tage. Aber selbst dann könnte man sie noch als Dickmilch verzehren.

Ich bin sehr dankbar, dass ich in meiner Stadt die Möglichkeit habe, an unverarbeitete Milch zu kommen. Für meine Schokopfannkuchen ist sie ein Muss. Mit anderer Kuhmilch habe ich noch gar keinen Pfannkuchen ausprobiert. Was natürlich nicht heißt, dass es mit Supermarktmilch, sogenannter frischer Vollmilch, nicht funktionieren würde. Das besondere an der Ab-Hof-Milch ist allerdings ihr relativ hoher Fettgehalt mit etwa bis zu fünf Prozent. Wahrscheinlich müsste man dann beim Herausbacken eines Teiges mit frischer Vollmilch, die in der Regel 3,5 % Fett enthält, etwas mehr Kokosöl nehmen. Für meinen Schokopfannkuchenteig mit der Ab-Hof-Milch brauche ich mit einer beschichteten Pfanne überhaupt kein zusätzliches Fett.

Auch das Mehl muss frisch sein

Seitdem ich eine eigene Getreidemühle daheim habe, kaufe ich mir überhaupt kein Mehl mehr. Weizen habe ich in einem großen Fass vorrätig, so dass ich mir jederzeit frisches Mehl selbst herstellen kann. Viele mögen am selbstgemachten Mehl, das immer Vollkornmehl ist, den körnigen Geschmack nicht. Um es etwas feiner zu machen, siebe ich aus dem Mehl die gröbste Kleie ab. Dadurch wird der Teig von seinem Geschmack und seiner Konsistenz her etwas feiner. Indem ich frisches Vollkornmehl verwende, enthalten die Schokopfannkuchen viele Ballaststoffe und mehr Vitamine und Mineralien, als wenn ich mir das Mehl fertig abgepackt gekauft hätte. Außerdem schmeckt man es einfach, wenn die Zutaten frischer sind.

Um den schokoladigen Geschmack der Pfannkuchen etwas abzurunden, gebe ich etwas selbstgemachte Vanilleessenz hinzu. Da diese flüssig ist, verteilt sich der Vanillegeschmack gleichmäßig auf den Teig. Natürlich könnte man auch etwas Vanillepulver nehmen. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Diejenigen unter euch, denen der Schokogeschmack der Pfannkuchen zu einseitig ist, können zum Beispiel noch ein paar frisch geschnittene Bananenscheiben dazu servieren und das Ganze mit Kokosraspeln bestreuen. Aber auch anderes frisches Obst, z.B. Erdbeeren, schmeckt dazu sehr lecker.

Eigentlich könnte ich noch viel mehr zu den Zutaten dieser Schokopfannkuchen erzählen. Dieses Rezept stellt insgesamt auch dar, wie ich mich größtenteils ernähre: Möglichst frische, unverarbeitete Zutaten verwenden, aber auch nicht zu dogmatisch mit allem sein und sich das ein oder andere Süße gönnen. Vielleicht bin ich irgendwann so ambitioniert mit der Vollwert-Ernährung, dass ich eine Alternative zum Zucker ausprobiere. Schreibt mir unten in die Kommentare, falls ihr euch so ein Rezept wünscht. Bis jetzt bin ich zufrieden mit meinem Rezept und freue mich, es mit euch zu teilen.

Schokopfannkuchen – Rezept für etwa 8 Stück

Zutaten

  • 320 g frisch gemahlenes Weizenvollkornmehl
  • 100 g Rohrohrucker
  • 40 g schwach entöltes Kakaopulver
  • 400 ml Ab-Hof-Milch oder Vorzugsmilch (Rohmilch)
  • 200 ml Mineralwasser
  • etwas Vanilleessenz
  • etwas Kokosöl zum Herausbausbacken

Utensilien

  • Getreidemühle
  • Rührschüssel
  • Rührlöffel
  • Sieb
  • Messbecher
  • Beschichtete Pfanne
  • Pfannenwender

So wird’s gemacht

Die Weizenkörner abwiegen und auf sehr feiner Stufe in der Getreidemühle mahlen. In der Zwischenzeit den Zucker und das Kakaopulver durch ein Sieb in eine Rührschüssel geben. Das gemahlene Mehl ebenfalls durch ein Sieb streifen, so dass die gröbere Kleie im Sieb bleibt. Das feine Mehl-Zucker-Kakao-Gemisch mit einem Rührlöffel gut miteinander vermengen. Die Milch hinzugeben und alles gut verrühren, so dass eine zähe, gleichmäßige Masse entsteht, dann die Vanilleessenz unterrühren. Zum Schluss Mineralwasser unterrühren, wobei der Teig nicht zu flüssig werden sollte. Den Teig dann kurz quellen lassen.

Schokopfannkuchenteig in der Pfanne

Eine Pfanne – eventuell mit etwas Öl – mittelstark bis stark erhitzen und eine kleine Portion Teig hineingeben. Den Pfannkuchen backen, bis sich kleine Blasen bilden, dann auf die andere Seite wenden. Sobald der Teig nicht mehr anklebt, den Pfannkuchen aus der Pfanne nehmen. Genauso mit dem Rest des Teiges verfahren.

Das passt gut dazu: Banane mit Kokosraspeln.

Schreibe einen Kommentar

18 ÷ = 3