Farfalle mit Bärlauch-Pesto
Rezepte

Achtung scharf: Bärlauch-Pesto ohne Schnickschnack | Vegan

Hui, ist der Bärlauch scharf! Probiert einmal die frischen, rohen Blätter, dann wisst ihr, wovon ich spreche. Besonders die geschlossenen Blütenknospen, die sich jetzt allmählich öffnen, haben es in sich.

Beim Sammeln kam mir da eine Idee: Warum nicht die natürliche Schärfe für ein würziges Bärlauch-Pesto verwenden? Ein natürlich scharfes Bärlauch-Pesto, ganz ohne weiteren Schnickschnack?

Das traditionelle Pesto: Basilikum, Olivenöl, Pinienkerne, Parmesan, Salz – basta!

Mir ist bewusst, dass ich mich mit diesem Rezept bewusst vom traditionellen italienischen Pesto abhebe. Dieses Pesto alla genovese wird aus Basilikumblättern, Olivenöl, Pinienkernen, geriebenem Parmesan und Salz hergestellt.

Für mein Bärlauch-Pesto braucht es weniger Zutaten, es ist vegan und der natürliche krautige Geschmack des Bärlauchs wird nicht überdeckt.

Wem das Pesto dennoch zu flach schmeckt, kann natürlich nach Belieben Kerne und Käse mit verarbeiten oder über das Nudelgericht Parmesan streuen.

Pesto auf Vorrat herstellen: Das muss man beachten

Dieses Rezept ergibt gleich eine größere Menge Bärlauch-Pesto. Da Bärlauch eine antiseptische Wirkung hat (mehr dazu hier), kann man dieses Pesto bis zu einem halben Jahr in einem verschlossenen Schraubglas im Kühlschrank aufbewahren. (15.05.17: Es empfiehlt sich, das Pesto zügig aufzubrauchen, sobald man das Glas öffnet. Bei mir hat es so noch etwa zwei Wochen gehalten.)

Dabei gibt es einige Dinge zu beachten:

  • Das fertige Pesto nur in heiß ausgewaschene, saubere und trockene Schraubgläser füllen
  • Im Glas sollte stets eine Schicht Olivenöl das Pesto bedecken
  • Pestoreste am Glasrand mit Küchenrolle abwischen, um Schimmelbildung zu vermeiden
  • Die Zutaten Salz und Zitronensaft sorgen zusätzlich für Konservierung

Auf diese Weise habt ihr lange Freude an eurem Bärlauch-Pesto! 🙂

Geschmacks-Tipp: Auf Qualität des Olivenöls achten

Fett ist ein Geschmacksträger. An diesem Punkt steht und fällt folglich das Gelingen eines guten Pestos, das zumindest zur Hälfte aus Olivenöl besteht.

Die höchste Güteklasse des Olivenöls wird auf dem Etikett als „natives Olivenöl extra“ bezeichnet. Noch besser ist es, wenn es zusätzlich kalt gepresst worden ist und von einem einzigen Erzeuger oder einer kleineren Erzeugergemeinschaft stammt.

Bärlauch-Pesto im Glas

Rezept für Bärlauch-Pesto, ergibt ein kleines Gläschen mit ca. 5 Portionen

Zutaten

  • 100g frisch gepflückte Bärlauchblätter
  • ein paar geschlossene Bärlauchblütenknospen
  • 80g natives Olivenöl extra
  • 1 Zitrone
  • Salz zum Abschmecken

Utensilien

  • Sieb
  • Salatschleuder
  • Küchentuch
  • Schneidebrett und Messer
  • Tiefe Schale
  • Stabmixer

So wird’s gemacht

  1. Die frischen Bärlauchblätter waschen, trocken schleudern und mit einem Küchentuch trocken tupfen.
  2. Anschließend die Blätter vom Stil befreien und in grobe Stücke schneiden.
  3. Eine Zitronenhälfte auspressen.
  4. In einer Schüssel die geschnittenen Blätter, 1EL des frisch gepressten Zitronensaftes und das Olivenöl mit einem Stabmixer zu einer gleichmäßigen, sämigen Soße verarbeiten.
  5. Mit Salz und Zitronensaft abschmecken.
  6. Abschließend die ganzen Blütenknospen unterrühren.
  7. Zur Vorratshaltung das Bärlauch-Pesto in saubere Schraubgläser füllen und mit Olivenöl auffüllen.

Nährwerte

Nährwerte insgesamt (5 Portionen): 745kcal |  1,5g E | 77g F | 4g KH

Nährwerte pro Portion: 149kcal | 0,3g E | 15g F | 0,8g KH

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